…in meiner Wärmflasche schlafen Sterne

Hallo :D

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Eat me! I might not kill you.

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Henrik und ich waren eben in der Karlsaue unterwegs. Ein bisschen Herbst tanken. Letztes Wochenende waren wir dort mit Freunden und ich hatte mich so geärgert keine Kamera mitzuhaben, denn auf den Wiesen wuchsen überall ganz wundervolle Pilze. Heute war ein Großteil leider abgemäht, aber ein paar Schüsse konnte ich dennoch machen. Ich kenne mich mit Fotografie nicht aus, merke jedoch, dass mir das Fotografieren an sich wahnsinnig viel Spass macht und ich das irgendwie gerne öfter machen würde. Mir ist währenddessen aufgefallen, wie problemlos ich mich im Park mit der Kamera bewegte und Fotos schoss. Vor gar nicht all zu langer Zeit war das öffentliche Fotografieren für mich mit wahnsinnig viel Angst verbunden. Deshalb bedeuten die Bilder heute für mich besonders viel. :)

Fliegenpilz pflanze Kassel 3 pflanze Kassel 11 pflanze Kassel 12 Pilz Kassel 1 Pilz Kassel 2 Pilz Kassel 3 Pilz Kassel 4 Pilz Kassel 5 Pilz Kassel 6 Pilz Kassel 7 Pilz Kassel 8 Pilz Kassel 9 Bein Kunst Kassel Erbse 29.09.2015Henrik und Erbse 29.09.2015

 

Written by Erbse

26. September 2015 at 18:52

Veröffentlicht in Ohne Kategorie, Soziale Phobie

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Insane Goat Boy

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Vor beinahe fünf Jahren war ich mal im Zuge eines Mittelaltermarkts im Tierpark Sababurg. Mitten im Reinhardswald. Urwald. Viele alte Tierrassen, die bei den Hochleistungsnutztieren heutzutage nicht mehr mithalten können (ürgs, allein die Begriffe :D) und deshalb vom Aussterben bedroht sind. Und reichlich Wildtiere, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in den Tierpark gelangt waren. Damals war ich nur kurz an den Gehegen und empfand manches als eher suboptimal gelöst, daher war ich mehr als gespannt, als wir heute einen Ausflug zur Sababurg machten. Ich bin wirklich begeistert von den Kontaktzonen dort. Tiere entscheiden auf den großflächigen Bereichen selbst, ob sie zum Menschen wollen oder nicht. In den fünf Jahren hat sich einiges getan. Die Tiere scheinen alle wahnsinnig viel Platz zu haben und manchmal muss man suchen, um sie zu entdecken oder findet einfach keins. Und das ist vollkommen richtig so. :) Davon ab ist die Gegend dort mit den vielen Wäldern, den unterschiedlichen Bäumen und Pflanzen, ein unbeschreiblich schönes Erlebnis für einen langen Spaziergang. Der Tierpark Sababurg schreibt, dass allein deren Heckrinder eine Fläche von 15 ha zur Verfügung haben. Der Frankfurter Zoo habe insgesamt gerade mal 11 ha. Was zum Teufel… dachte ich. Und ja, ich glaube es, denn gerade die Rinder, Rotwild und Co habe so große Weideflächen, dass man gar nicht so weit gucken kann. Ich mag es dort. Und vielleicht komme ich wieder.

Mein Nachmittag bestand beinahe nur aus Highlights. Erst das wundervolle Waschbären-Paar, was ich stundenlang hätte beobachten können, dann das zufällig dort wohnende Mauswiesel, was zwischen dicken Hängebauchschweinen umherwuselte (es war einfach nur unglaublich entzückend!) und die Wellensittiche, die in einer großen Voliere in Schwärmen flogen und auch das eine sogenannte Kontaktzone war, die mich ganz nah an die Federtierchen heran ließ. Wir beobachteten bedrohte Wildpferde beim spielen. Und einmal mussten wir flüchten, weil ein zwei Meter großes Schwein so sehr stank, obwohl es an der frischen Luft war und wir eigentlich nicht zimperlich sind. :D Henrik lockte jedes Tier mit Handpüpsen an und besonders eines der Schafe reagierte so wahnsinnig cool darauf, dass es mich jetzt immer noch zum Lachen bringt. Es hörte Henriks Handpüpse, trabte direkt zu ihm hin und hatte einen so stark irritierten, aber auch neugierigen Blick drauf, dass wir ewig bei ihm verweilten und wir uns gut zusammen amüsierten. Es war beinahe so, als ob es uns irgendetwas mitteilen wollte. Lustig haben auch die Erdmännchen reagiert, denn das Männlein, was gerade Wache schob, konnte Henriks Handpüpse zuerst nicht einordnen. Immer mehr Erdmännchen hörten das Geräusch und stellten sich auf.
Besonders zu erwähnen ist der von mir getaufte „Insane Goat Boy“. Ein junger Ziegenmann, der ein wahnsinnig verpeiltes Wesen hat und ich jede Sekunde fürchtete, von seinen Hörnchen aufgepiekst zu werden. ;D Er war so unterhaltsam und folgte uns sogar ein Stück. Seine Frisur, sein gesamtes Auftreten und wie er sich manchmal einfach auf den Boden fallen ließ um seine kleinen Hörner am Boden langzuschrappen. Immer mit dem „Insane Goat Boy“-Blick in den irren Äuglein. Ich könnte immer so weiter erzählen. Immer weiter und weiter. :D Aber ich zeige euch nun lieber ein paar Schwarz/Weiß-Eindrücke.

Exmoorponys Kassel SababurgKirbys Dreamland Kirby tree Kassel Sababurglachendes Schaf Kassel SababurgWaschbär raccoon sababurg kassel creep Mülltonne WimmelbildZiege Goat sababurg Kassel creep edition

P.S.: Errät Jemand wem der Baum mit der Astnase ähnlich sieht? :D Ich habe im Bild einen Wink versteckt.

Written by Erbse

21. August 2015 at 22:33

Veröffentlicht in Tiere

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Am Meer. Vegan. Creep Edition.

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Henrik und ich haben letzte Woche unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht. Es ist ein schönes Gefühl nach acht Jahren Partnerschaft immer noch erste Male erleben zu dürfen.
Unsere Reise führte uns ans Meer. An die Ostsee.
Bilder gibt es weiter unten.

A N G S T .
Schon lange vor der Reise machte ich mir Gedanken wie ich so viele Tage am Stück in fremder Umgebung aushalten würde. Meine Angsterkrankung bescherte mir dieses typische Gefühl von Angst vor der Angst. Aber ich will es kurz fassen… ich bin überrascht wie stark ich mittlerweile geworden bin und was ich wider erwarten dann doch meistere, wenn auch nicht mit Leichtigkeit. Angst und Unwohlsein gab es auch an der Ostsee. Aber ich habe jeden Tag durchgehalten, habe mich jeden Tag glücklich gefühlt und habe jeden Tag viel Neues und Schönes erlebt. Es hat mir gut getan mal aus dem Alltag auszubrechen und meine sichere Wohnung zu verlassen.

V E G A N .
Uff. Ich bin so froh darüber, dass wir uns eine Ferienwohnung mit Kochnische mieteten. Denn letztendlich blieb uns nichts anderes übrig als fast täglich selbst zu kochen. Das kulinarische Angebot in den Restaurants in weiter Umgebung, beschränkte sich auf Fisch, Fleisch und nochmal Fisch. Man konnte schon von Glück reden, wenn man überhaupt etwas Vegetarisches auf der Karte fand. Wenn wir also dann doch mal außer Haus aßen, dann gab es für mich Pommes oder die typische Ofenkartoffel mit Salat.
Es war für mich eine interessante Erfahrung außerhalb meiner kleinen Stadtblase zu essen. Hier in Kassel gibt es zwar vergleichsweise auch nicht ein so riesiges veganes Angebot wie in anderen Großstädten, aber beschweren kann und will ich mich nach meiner Ostsee-Erfahrung nicht.
Glücklicherweise gibt es auch an der Ostsee in fast jedem größeren Ort die üblichen Supermarkt-Ketten wie Netto oder Edeka. Dort war es kein Problem Tofu, Sojamilch und Co zu bekommen. In Restaurants hilft nur nachfragen und nochmals nachfragen. Ein erst „abgeneigtes“ Restaurant in Plön zum Beispiel, konnte mir dann doch ein bisschen Gemüse in Tomatensoße und Öl anbraten. Das ist zwar kein Highlight, aber immer noch besser als nichts. Denn ansonsten hätte ich meinen Freunden beim Essen zuschauen müssen. Hunger macht mich wirklich grumpy. Niemand mag grumpy Erbsen.
Auf der Insel Fehmarn fanden wir dann endlich auch einen kleinen Bioladen, der uns plötzlich wie ein Paradies vorkam. Falls ihr auch mal auf Fehmarn seid, findet ihr den TOPI Naturkostladen in der Osterstraße 11 in Burg. Auf Fehmarn und auch in Heiligenhafen gibt es zudem zwei NABU Stationen mit Naturschutzgebiet für Wildvögel. Die in Heiligenhafen ist kleiner und ohne Café, dafür aber meiner Meinung nach schöner. Als wir auf Fehmarn herumirrten (ui… für einen Menschen aus Nordhessen wo überall Berge sind, ist das Inselleben echt strange) waren wir zuerst total froh das NABU-Quartier zu entdecken. Denn wir hatten HUNGER! Ich dachte mir… wenn es auf dieser Insel irgendwo etwas veganes zu futtern gibt, dann doch beim NABU. Ich klammerte mich an meinen Funken Hoffnung, aber es gab Steak. ;D Ein Früchtetee sollte meinen Bauch füllen.
Nach unserem Besuch in Plön und dem Treffen mit Tony und „der Frau“, war Henrik wie wild darauf in den nahegelegenen Eselpark zu fahren. Ich wollte da eigentlich nicht hin, da ich als kleines Kind schon mal dort war und mich noch gut an die Umstände im Park erinnern konnte. Besonders jetzt als Erwachsene und Veganerin habe ich im Nachhinein einen ganz anderen Blick auf die ganze Situation bekommen. Aber ich ließ mich von Henrik breit schlagen und fuhr unbegeistert mit. Die Stallungen im Park haben sich zwar ein wenig verändert, aber meine Kritikpunkte haben sich nur noch verschärft. Ein großer Teil der Esel steht den ganzen Tag gesattelt oder an der Kutsche herum und wartet auf Kinder die fahren oder reiten wollen. Diese Zeit über, haben die Esel nicht die Möglichkeit allen ihrer natürlichen Bedürfnisse nachzukommen. Der Hof finanziert sich über Urlauber und die Zucht von verschiedenen Eselrassen. Dabei verkaufen sie Esel auch in Einzelhaltung oder in Haltung mit Schafen. Lustigerweise haben wir ausgerechnet im Bistro des Parks eine vegane Mahlzeit und mehrere vegetarische gefunden. Negatives Highlight war aber die Gründerin des Parks, die sich in einem Gespräch mit uns leider sehr unglücklich ausdrückte. Zuerst war die Dame uns sehr sympathisch und wir quatschten gerne mit ihr, doch dann verriet sie, dass sie „wie auch ihren Kindern“ den Eseln schon mal eine gibt, wenn sie nicht auf sie hören. Ich mag jetzt natürlich nicht beurteilen, was genau „eine geben“ im Grad der Schwere bedeutet, aber nach diesem Satz verkrümelten wir uns ziemlich schnell. Mir war dieser Besuch in jedem Fall eine Lehre. Nochmal lasse ich mich nicht zu sowas hinreissen. Wer unbedingt mal Esel von Nahem sehen möchte, hat vielleicht die Möglichkeit diese auf einem Gnaden-/Lebenshof zu besuchen.
Auf der Heimreise fuhren wir über Lübeck und verweilten dort zum Essen. Gefunden haben wir die Essbar in der Königsstraße 98 – 102. Was für ein tolles Gefühl endlich wieder eine leckere und gesunde Mahlzeit futtern zu können. :D Aber leider haben wir uns in der Essbar gar nicht wohl gefühlt. Dafür kann der Laden allerdings nichts. Es ist dort sehr eng und klein, sodass wir uns an einen großen Tisch mit etwa acht Plätzen setzen mussten. Neben uns saßen noch zwei junge Frauen und eine ältere Dame. Bevor die zwei jungen Frauen in die Essbar kamen, war es so still wie im Arztwartezimmer, was mir zusammen mit der Enge echt Probleme bereitete. Zum ersten Mal seit Reiseantritt, kam in mir wieder dieses starke Gefühl von Angst und Panik hoch. Als die beiden Frauen sich setzten, unterhielten sie sich in normaler Lautstärke, was mich etwas aufatmen ließ. Doch die ältere Dame beschwerte sich daraufhin sehr unhöflich bei den Beiden. Sie würde sich gestört fühlen und sie sollen doch bitte leise sein. Beide waren so perplex, dass sie sich gar nichts mehr zu sagen trauten und sich wegsetzten. Ich war so eingeschüchtert, dass wir in Rekordgeschwindigkeit das trotzdem sehr köstliche Essen verputzten und schnell abhauten.
Damit wir die vielen Stunden Autofahrt nicht auf einmal stämmen mussten, übernachteten wir einen Tag bei Markus und Lisa in Braunschweig. Ich war hundemüde und schlief schnell ein, aber es war so schön die Beiden wiederzusehen. Den Tag darauf aßen wir im Riptide im Handelsweg 11 in Braunschweig. So eine wundervolle Gasse, so ein nettes Café und so verdammt leckeres Essen. :D Vegane Burger und mein Highlight: Hot Cherry. Kakao aus Zartbitterschokolade mit Kirschsirup. Ich bestehe ab sofort bei jedem Braunschweig-Besuch auf das Riptide.

W A S  I C H  M O C H T E .
Die Natur. Die vielen vielen verschiedenen Wildvögel. Den Strand mit all dem tollen Zeug das da rumliegt. Meine Augen klebten ständig am Boden. Hübsche Steine, Muscheln, Knochen, Pflanzen, Quallen und Krebse. Ich habe mal wieder festgestellt wie schön ich Knochen finde. Das ist vielleicht eine etwas ungewöhnliche Vorliebe, aber besonders an den Stränden, wo viele Möwen rumlungern und ihre Krebse futtern, hielt ich mich gerne auf. Krusten, Knochen… irgendwie faszinierend.
Möwen sind die Waschbären des Nordens. Oder so.
Die Zeit mit Henrik. <3
Henrik streichelte das erste Mal in seinem Leben einen Esel. Und ich fand zusammen mit Tony (tonyarmy.de) den wahrscheinlich größten Apfel der Welt. Wir trafen Freunde, die wir viel zu selten sehen. Und auf der Heimreise hielten wir in Braunschweig um auch dort Freunde zu treffen. In einem urigen Comic-Laden, hatte ich das Glück einen original verpackten „Meister“ aus der ersten Buffy-Staffel geschenkt zu bekommen. Und wir leisteten uns die DSA-Box rund um die Hauptstadt Gareth.
Meine Familie kümmerte sich in unserer Abwesenheit liebevoll um unsere Katzen und Ratten. Ich bin dafür so dankbar! Denn die habe ich am allermeisten vermisst.

W A S  I C H  N I C H T  M O C H T E .
Rassistische Äußerungen von anderen Touristen bezüglich der wenigen POC in unserem Urlaubsort. Außerdem das Anstarren, weil man nicht so aussieht, wie der typische Ostsee-Urlauber. Die Knieverletzung die ich mir zuzog. Den Rest der nicht so optimal war, kann ich getrost ignorieren, denn insgesamt war die Reise einfach wundervoll.

C R E E P Y  F O T O – E D I T I O N .
Eigentlich wollte ich ein paar schöne bunte Urlaubsbilder zum Artikel hinzufügen, aber irgendwie will ich die nicht herzeigen. Ich muss das ja zum Glück nicht erklären. Und deswegen zeige ich euch jetzt einfach mal das Gegenteil von dem wie ich die Ostsee eigentlich erlebt habe. :D Als wir ankamen und uns ein bisschen orientierten, fühlten wir uns sofort an Lovecraft und seine Schauergeschichten erinnert. Manche Orte schrien nur so nach Innsmouth und wir fühlten uns nicht selten als „Stranger“ und „Outsider“. <3 Und überall diese Tentakel die nachts aus dem Meer ragten! :O

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Written by Erbse

23. September 2013 at 12:49