…in meiner Wärmflasche schlafen Sterne

Hallo :D

Gehen, Kommen und Bleiben.

with 9 comments

Das Schreiben war über viele Jahre hinweg immer meine Möglichkeit Geschehenes zu kompensieren. Es half mir zu verarbeiten, die Sicht zu klären.
Doch dann überschlug sich mein Leben, als zwischen den Jahren Schlag auf Schlag sieben tierische Mitbewohner verstarben. Darunter Katze Kyoko, über die ich seit ihrem erst Tag bei uns schrieb. Und Kater Floyd. Als kurz danach mein Leben aber direkt gegen eine Mauer raste, hatte mich die Schreibblockade völlig. Mir fehlte die Kraft.
Meine Mutter sagte immer: „Freunde kommen und gehen im Leben.“ – Doch geht Jeder auf seine Weise. Und manche reißen dir dein Herz heraus, nehmen ein Teil davon mit und lassen den Rest verdorben zurück. Weil du ihnen vielleicht mehr vertraut hast als allen anderen auf dieser Welt. Du stellst fest, dass es falsch war. Du stellst fest, dass sie dich gar nicht so genau kannten wie sie glaubten. Und du stellst fest, dass du sie gar nicht so genau kanntest wie du glaubtest.
Ich sitze hier und lecke noch immer meine Wunden, doch schaffe ich es nun meinen Blick nach vorne zu richten.

Hinter mir stehen Menschen die dieses Stück Herz was mir genommen wurde, mit einem Teil von ihrem eigenen wieder zu einem ganzen machen.

Schlechte Zeit rückt gutes Licht auf Fremde die zu neuen Freunden werden und auf Freunde die näher kommen. Über diese neue Kraft bin ich so wahnsinnig dankbar. Das ist es was ich mit euch teilen möchte. Ein zaghaftes „hier bin ich wieder“. :)

Was ist gut?

  • Ich bin Patentante für das wundervollste Babymädchen auf diesem Planeten.
  • Henrik und ich fahren dieses Jahr das erste Mal gemeinsam in den Urlaub. Das ist für mich der erste seit zehn Jahren.
  • Meine Familie steht immer hinter mir.
  • Ich bin erfolgreich in dem was ich gerne tue.
  • Seit einigen Monaten lebt Kater Amaru bei uns.
  • Ich bin mutiger geworden.
  • Henrik und ich sind noch enger zusammen gewachsen.
  • Ich habe viele tolle Ideen für die Zukunft.
  • Ich bin dankbar über die vielen Erfahrungen die ich im letzten halben Jahr sammeln durfte. Ob positive oder negative… ich bin insgesamt gewachsen.

Zum Abschluss will ich einfach ein paar Bilder der letzten Zeit zeigen. Angefangen natürlich mit Fotos von Amaru. Ein Blogartikel ohne Katzen geht schließlich gar nicht. :)

amaruindersonne

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Lotta und ErbsePatenmädchen Lotta <3

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erbse rote lippen filter bob 3

inspektor erbse

hagelHagelkörner im Sommer

krank im bettAls ich krank war, verwöhnte mich Henrik mit Erdbeeren und Käsebrot. :D Natürlich vegan. Das Alpaka brachte er mir zur Aufmunterung mit.

park schloß wilhelmshöhe kasselStellvertretend für die schöne Zeit mit Freunden. Schloßpark Wilhelmshöhe in Kassel.

ratten intiRattenneuankömmlinge während der Integration.

serien schauen mit katzeBei Schlafstörungen jede Nacht mit Mimi und Amaru Serien schauen. <3

pralinen veganLecker vegane Pralinen. :) Das Rezept teile ich vielleicht demnächst auf Veganes Nom.

kassel documenta kunstZur Zeit der documenta. Für solche Dinge liebe ich Kassel.

Bis ganz bald.

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Written by Erbse

20. August 2013 um 09:45

9 Antworten

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  1. Ich wünsche dir nur das Allerbeste!!Du bist so ein wundervoller Mensch.Habe auch ein paar Tränchen vergossen ,als ich die Erinnerungen an deine geliebte Tiere gelesen habe.Ich weiß wie schlimm das Gefühl ist ,wenn man sein Tierchen verloren hat.
    Schön, dass es dir jetzt wieder gut geht und vor allem ,dass du einen ganz tollen Mann an deiner Seite hast!!LG

    sylke

    20. August 2013 at 12:50

  2. Zuerst habe ich überlegt, ob ich beleidigt sein müsste, doch dann war mir klar, dass ich natürlich im Punkt „Meine Familie steht immer hinter mir.“ erwähnt wurde. ;)

    Thorsten Armbrust

    20. August 2013 at 14:37

  3. Ich liebe das Bild von dir mit der Pfeife. :-D Und Amaru ist wirklich süß!
    Ansonsten bin ich froh, dass du wieder da bist. Wobei ich gut verstehen kann, dass es dir kurzfristig das geschriebene Wort verschlagen hat. Ich kenne das Gefühl, wenn man einen Menschen falsch eingeschätzt hat. Sehr schmerzhaft. Aber am Ende kommt man doch immer gestärkt hervor. Auch solche Wunden heilen.

    Raine

    20. August 2013 at 20:25

  4. Wie schön, wieder von dir zu hören, liebe Erbse! : )
    (dass du schreibst interpretiere ich als ein Stadium, in dem es dir nach dem Passierten etwas besser geht…)
    Viele liebe Grüße aus NRW,
    Kathi

    Kathi

    20. August 2013 at 20:26

  5. Ich freu mich schon darauf, wieder öfter was von dir zu lesen <3

    Tialda

    22. August 2013 at 20:44

  6. Ja Erbse ,deine Mutter hat recht, Auch wenn man es begriffen hat,es tut trotzdem weh. Deine Katzen sind süß,Ich habe Wald und Wiesenkatzen aber jede Katze Pünkchen .Anton und Oskar- Rufnahme Sussis jeder für sich eine kleine Persönlichkeit. Gruß aus Niedersachsen Ulla

    Ullala

    25. August 2013 at 16:01

  7. Das ist wirklich hart :( Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
    Es ist schön, hier wieder von dir zu lesen :-)

    Schäfchen

    25. August 2013 at 17:10

  8. Es ist immer schön, wenn es irgendwie voran geht. Und sollte man wieder um ein paar Schritte zurückgeworfen werden (was ich natürlich nicht hoffe), bleibt einem trotzdem die Erinnerung an schöne Zeiten und das Wissen, dass es tatsächlich besser sein kann.

    Alison

    21. September 2013 at 22:21

  9. Leider hat Deine Mutter recht in Bezug auf das herausgerissene Herz mit dem verdorbenen Rest. Und leider habe auch ich so etwas schon mal einer Freundin angetan. Aus Schwäche, aus Dummheit, aufgrund minderer weiterer Faktoren, v.a. aber wohl, weil ich „dem Schlechten“ in mir nicht genug Einhalt geboten, sondern es die Oberhand habe gewinnen lassen. Es ist schon Jahre her, aber ich denke immer noch jeden Tag daran, und es gibt in meinem Leben nichts, was ich mehr bedauere und nichts, worunter ich auch selber nicht jeden Tag mehr leiden würde. Weil ich selbst verschuldet einen geliebten Menschen verloren, und diesem sogar auch noch wahnsinnig weh getan hab. Ich denke nicht daß ich ein schlechterer Mensch bin als die aller meisten Anderen. Aber ich war es eben in diesem Fall und in dieser Situation. Daß ich selber darunter leide, ist ok, das hab ich verdient. Aber das Leid, das ich meiner früheren Freundin zugefügt hab, ist unverzeihlich. Ich hoffe so sehr, daß sie darüber hinweg gekommen ist, aber ich weiß es nicht, denn ich hatte seither keinen Kontakt mehr mit ihr. Daß sie mir verzeihen könnte, hab ich mir immer gewünscht, aber ich weiß auch, daß ich es eh nicht verdient hätte. Nun lebe ich halt damit, und je länger es zurückliegt, je mehr ich selber es verarbeite, desto mehr versuche ich etwas Positives aus dieser Erfahrung zu machen. V.a. dergestalt, daß ich die Dinge nicht mehr so schwarz-weiß sehe wie früher. Weil ich weiß, daß Menschen nicht nur schlecht oder nur gut sind. Weil ich weiß, wie wenig die Menschen sich oft darum bemühen, gerade schlimme Dinge differenziert zu sehen. Sowohl in ihrem persönlichen Umfeld, als auch ganz allgemein „in der Welt“. Das versuche ich nun gerade schon zu tun. Und – ich versuche zu verzeihen, auch und gerade dann, wenns besonders schwer fällt. Weil ich mir Verzeihung auch selber so gewünscht hätte, aber erkennen mußte, daß das Gefasel von der „zweiten Chance“ nicht mehr als ein Spruch aus Drehbüchern ist, wenns wirklich drauf ankäme. Ich versuche ganz allgemein mit meinem Verhalten gegenüber den Menschen in meiner Umgebung „Gutes“ zurückzugeben, das ich damals genommen hab; etwas wieder gut zu machen, das ich mal verdorben hab. Auch wenn ich es leider nicht an der gleichen Stelle tun kann.

    Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch – ich weiß nicht worum es bei Dir ging, und Du weißt nicht worum es bei mir ging. Dies soll kein Plädoyer für Menschen sein, die sich scheiße verhalten. Aber nachdem ich jahrelang so gut wie gar nicht über all diese Überlegungen und Empfindungen gesprochen habe, hatte ich beim Lesen Deines Beitrags einfach spontan das Gefühl, ich sollte diese Erfahrung hier mit an- und einbringen.

    Paphiopedilum

    23. September 2013 at 14:33


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