…in meiner Wärmflasche schlafen Sterne

Hallo :D

SoPho – Der Versuch einer Erklärung

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Selam Welt,

mittlerweile hat mein bescheidener Blog einen regen Zuwachs an Lesern bekommen, sodass ich eine Erklärung schuldig bin. Im Großen und Ganzen ist das hier eine Art Tagebuch in dem ich persönliche Erfahrungen, Gefühle und Gedanken niederschreibe um sie letztendlich besser verarbeiten zu können, was erklären sollte weshalb hier so viel Unschönes zu lesen ist. Gleichzeitig dient dieser Blog aber auch als Haltegriff für Betroffene und als Aufklärungsversuch bezüglich der oftmals verdrängten, aber dennoch existierenden, Sozialen Phobie. Diese wird von mir gerne SoPho genannt, deren direkte Opfer SoPhia. Ich weiss, dass es viele psychisch Erkrankte unter euch Lesern gibt und auch einige, die mit solchen Krankheiten bisher nichts zutun hatten. Über die Jahre habe ich gelernt offen mit meiner Erkrankung umzugehen, so dass es für mich eine Konsequenz war diesen Blog öffentlich zu führen. Vielleicht findet sich Jemand darin wieder oder lernt einfach ein kleines Stückchen über den Tellerrand zu schauen. […] Letztendlich gibt es diesen Artikel nun aber, um aus meiner Sicht zu erklären was eine Soziale Phobie überhaupt ist und was sie letztlich mit mir macht. Beginnen wir am Anfang.

Ich erinnere mich noch grob an meine Kindergartenzeit. Ich hatte eine beste Freundin, die ich damals bei meiner christlich-evangelischen Taufe (wer hätte wissen können, dass ich zu einer unverblümten Agnostikerin werde) kennen und lieben lernte. Wir waren unzertrennlich. Ich entwickelte schnell eine Art Abhängigkeit und ging nur noch in den Kindergarten solange klar war sie würde auch kommen. Mir blieb bis heute ein Moment in Erinnerung, der für mich prägend war. Ich möchte diesen als „Vorschau auf die Zukunft“ bezeichnen, auch wenn ich an sowas wie Schicksal nicht glaube, da ich nicht wissen kann (Agnostiker). Da saß ich nun, abgeliefert von Frau Mama, am Mal-Tisch. Das Gesicht war in meine gekreuzten Arme, die auf dem Tisch lagen, gedrückt. Ich weinte. Ich heulte den ganzen Vormittag und rührte mich nicht, bis meine Mutter mich wieder abholte. Verlust ist das Schlimmste. Hab‘ ich damals so gelernt. […] Die Freundschaft zu ihr ging einige Jahre später kaputt, wir kennen uns noch heute, aber sehen uns nicht mehr.

Meine Schulzeit war kompliziert. Ich kam damals mit einem Hüftschaden zur Welt, sodass ich anfangs nicht ohne weiteres am Sportunterricht teilnehmen durfte. Ich saß allein auf der Bank. Das bürgerte sich ein. Ich hasste Sport. Noch heute. Obwohl ich längst die körperlichen Möglichkeiten hätte, Sport zu treiben. Schnell wurde ich Ziel meiner Mitschüler. Das Mobbing hörte erst sehr viel später auf. So gehörte ich viele Jahre lang zu den unscheinbaren grauen Mäuschen, die niemand beachtet und niemand leiden mag, weil sie einfach „verdammt uncool“ aussehen. Ich war schon immer sehr schüchtern. Ich mied. Auch hin und wieder die Schule. […] Irgendwann, es muss das dritte oder vierte Schuljahr gewesen sein, kam ich mit Bauchschmerzen für einige Wochen in ein Kinderkrankenhaus. Ich verstand nicht sofort was dort alles mit mir geschah. Meine Bauchschmerzen waren psychosomatisch, das weiss ich heute. Und das erklärt auch der Gang zum Kinderkrankenhaus-Psychologen. […] Zuhause lief es auch nicht gerade gut. Meine Familie ist ziemlich kompliziert. Ich habe sie alle sehr gerne, aber untereinander will es einfach nicht richtig funktionieren. Meine Familie hat schlimme Zeiten hinter sich, diese möchte ich allerdings nicht zum Thema machen.

Das Mobbing meiner Mitschüler endete relativ abrupt. Es muss etwa das achte oder neunte Schuljahr auf dem Gymnasium gewesen sein. Zu dieser Zeit formierten sich die Klassen neu und man kam mit anderen Schülern in Kontakt. Ich war mitten in der Pubertät. So durchlebte ich Höhen und Tiefen die für diese Zeit im Teenager-Alter normal sind. Zusätzlich entwickelte sich aber eine ungeheuere Angst in mir. Ich mied noch mehr. Erst waren es nur wenige Tage im Monat, die ich nicht in die Schule ging. Aus den wenigen Tagen im Monat wurden schnell wenige Tage in der Woche. Ich mied das Einkaufen, Besuche, Partys, Telefonate. Ich mied sämtliche soziale Kontakte. Nur am Wochenende, da habe ich es geschafft raus zu gehen. Das war einfach, weil ich etwas leicht verfügbares fand, was meine Ängste stauchte. Alkohol. Ich trank jedes Wochenende. Zwei Tage. Ich feierte. Im Endeffekt ist es kein Wunder, dass mich damals so wenige Menschen verstanden haben. Wie wirkt dieses Bild? Ein Teenager, sturzbetrunken am Wochenende. Und innerhalb der Woche nicht in der Schule. So musste ich mir vieles anhören und Ausreden erfinden. Ich habe gelogen. Viel gelogen. Ich verstand mich selbst nicht. Ich wusste nicht was da mit mir passierte. Meine Eltern verstanden mich nicht. Wie auch? Nicht mal ich konnte es ihnen erklären. Wir stritten. Viel. Und wir weinten. Viel. […] Meine erste Therapie begann ich aus Trotz. Ich wollte meine ganze Familie zur Therapie schicken, weil wir alle starke Probleme haben. Aber die sind ja nicht verrückt, was sollen bloß die anderen Leute denken? – Also ging ich allein. Ich habe über die Jahre viele Therapeuten kennengelernt. Auch viele therapeutische Einrichtungen. Lange Zeit verbrachte ich immer wieder auf der Akut-Station einer Psychosmatischen Klinik in Bayern, direkt an der Grenze zu Tschechien. Langsam wurde ich erwachsen, ich lernte mich kennen und somit auch das was mich all‘ die Jahre so quält. Ich fand endlich einen Namen. Soziale Phobie. Tükisch, weil sie nicht gerne alleine bleibt und deshalb viele nette Begleit-Erkrankungen mit bringt. […] Um es ein wenig zu verdeutlichen, ziehe ich eine meiner schlimmsten Krankheitsphasen heran. Es gab mal ein paar Wochen in meinem Leben wo ich diese am Stück auf einem Fleck meines Sofas verbrachte. Ich war weg. Ich starrte in den Fernseher und flüchtete mich in andere Welten. Mein Leben bestand nur daraus. Für den Leser wird dies nun wahrscheinlich ziemlich unschön, aber diese Seite gehört auch dazu: Ich habe mich in dieser Zeit sehr sehr selten gewaschen und mich ziemlich vernachlässigt. Ich bekam Niemanden zu Gesicht und vegetierte. Man kann sagen ich war für einige Wochen meines Lebens ein Zombie.

Das alles ist nun sicherlich fast sechs Jahre her. Mittlerweile habe ich eine handfeste Diagnose. Ruhe mich darauf aber natürlich nicht aus. Ich lerne jeden Tag ein Stück Leben. Kämpfe gegen SoPho und seine Begleiter. Es fällt mir schwer zu sagen vor was ich genau Angst habe. Diese Angst ist unlogisch und meistens unbegründet. Ich habe Verlustängste, Angst vor der Zukunft, zu versagen, zu sterben, vor Menschen, Angst vor der Angst, letztendlich vor dem Leben als Mensch. […] Ich brach damals im zehnten Schuljahr des Gymnasiums die Schule ab und bin seit dem abhängig von vielen anderen Menschen. (Noch) nicht vom Staat, aber das ist eine ziemlich aufwühlende andere Geschichte. Meine Krankheit stößt auf Unverständnis, immer wieder. Häufig höre ich Sätze wie: „Reiß‘ dich doch mal zusammen.“ oder „Geh‘ doch einfach raus und mach‘.“ – Das kommt oft von Leuten, die nichts davon je kennenlernen konnten. Sie wissen nicht wie es ist so starke Angst vor etwas alltäglichem zu haben, so schlimm, dass man sich einsperrt, zittert, hyperventiliert, Herzrasen bekommt, schwitzt, stottert, letztlich vielleicht sogar in Ohnmacht fällt. […] Jeder Schritt aus meiner Wohnungstür bedeutet Gefahr. Die Alarmglocken dröhnen in meinem Kopf. Ich gehe wie in Trance, bin aber dennoch mit meinen Sinnen überall um mögliche Gefahrenquellen sofort aufzuspüren. Ich bin aufmerksam und ich versuche so perfekt wie möglich zu sein, damit ich nicht auffalle und somit Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Ja, jetzt wo ich diesen Text schreibe, erscheint mir alles so wirr. Es fällt mir plötzlich schwer dies alles in Worte zu fassen, weil es mir wie ein unendlich langes Buch erscheint, was stets neue Wörter ausspuckt, die alle in Sätze gefasst und auf Papier gebannt werden wollen.

Um diesen Artikel noch einen Stück in die Länge zu treiben und um das mögliche Leben einer SoPhia etwas kompakter zu beschreiben, zitiere ich kurzerhand einen kleinen Artikel, den Henrik vor einiger Zeit mal geschrieben hat.

—–

Der geneigte Leser stelle sich bitte am eigenen Leben, folgende Schilderung vor…

Ihnen fehlen keine Gliedmaßen, sie können gut sehen, riechen, schmecken und auch sonst sehen sie nicht unbedingt krank aus. Sie wirken vielleicht sogar extrovertiert oder gehen in einem Hobby zu hause sehr auf. Sie sind aber krank und keiner sieht es Ihnen an. Selbst einfachste Dinge die in der Gesellschaft so üblich sind fallen ihnen schier unmöglich schwer. Einkaufen, ausgehen, der Gang zum Arzt, Schule Beruf und Job alles wird zur größten möglichsten Hürde. Sie sind erkrankt an einer Sozialen Phobie…

Damit sich jeder etwas darunter vorstellen kann möchte ich es Ihnen verdeutlichen aus der Sicht eines sehr nahe stehenden. Die Wohnung in der sie leben wird das Gefängnis. Hinausgehen wird jedes mal zu einer Probe, ja fast kommt es Ihnen so vor als ob die Haustür zugemauert wäre. Selbst wenn die Sie die Türe von der anderen Seite sehen heißt das noch gar nichts. Die Straßenbahn fährt vor, es wird eingestiegen und der Fülle an Menschen treibt ihnen den Schweiß aus den Poren. Zittern stellt sich ein, völlig unsinnige Gedanken verschlimmern die Situation. “ Was ist wenn ich umknicke, machen mir die Menschen platz, hab ich ein Ticket gekauft, KANN ich überhaupt ein Ticket kaufen…” Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Der Körper reagiert mit Panik und mit etwas Glück schaffen sie es aus der Bahn zu steigen ohne Zwischenfälle. Ein möglicher Zwischenfall wäre nämlich ihr Aus für die Woche. Einen Taschendiebstahl würden sie ohne zu zweifeln zulassen, es soll nur schnell vorbei gehen und man will ja kein aufsehen erregen…

Da stehen sie nun, geistig völlig gebeutelt in ihrer Heimatstadt. Um sie herum, wie mag es auch anders sein, Menschen an jeder Ecke. Inzwischen fühlen sie sich in einer recht surrealen Situation. Die Stresshormone lassen einen recht high werden und doch bemüht man sich alles genau zu beobachten. Schon im Vorfeld suchen sie mögliche Konfliktsituationen auf der Straße denen sie wenn möglich aus dem Weg gehen. Menschen die sich ansprechen denen können sie nicht “Nein” sagen. Gut aber ziehen wir die nächste Situation nun heran.

Schon etwas verschwitzt (Stress durch das ständige unter Strom stehen) betreten sie den Einkaufsladen. Gut im voraus geplant zücken sie ihre Liste und beginnen die Dinge einzukaufen die den täglichen Bedarf abdecken. Viel Geld haben sie ja nicht, schon vergessen das sie eine mittelstarke Phobie haben? Wie sollen sie so zur Schule gehen oder regelmäßig arbeiten?
Schnell durchhuschen sie die Regale und legen alles wichtige in den Korb. Was zuvor vergessen wurde, das bleibt außerhalb ihres Korbes denn der Rückweg ist mit Menschen verstopft. Der eine Ältere Kerl schaut auch schon ganz komisch oder ist das pure Einbildung. Glück im Unglück eine Kasse ist grad frei. Überfreundlich begrüßen sie verhalten die Kassiererin die allerdings durch den täglichen Stress weniger freundlich erscheint. “45. 23€ macht das dann” Dieser Satz lässt alle Nerven zusammenziehen. Fehlen da nicht 5 €? Nervös wird im Geldbeutel gewühlt und langsam steigen Tränen in die Augen. Doch die 5 Euro waren nur in einem anderen Fach. Verdutzt schaut die genervte Frau auf die zittrige Hand. Schnell wandern die letzten Waren in ihren Rucksack bloß weg von hier. Es folgen ähnliche Horror-Besuche und die Fahrt zurück die noch viel dicht gedrängter wirkt. Völlig durch geschwitzt sind sie trotzdem auch wenn nur 20 Grad draußen herrschen.

Sie schließen die Haustür hinter sich und atmen aus. All der Ballast fällt ab und sie beginnen zu weinen. Für sicher eine halbe Woche bringen sie es nicht mehr fertig vor die Türe zu gehen. Es ist Freitag und alle normalen Menschen gehen hinaus, trinken in Bars und suchen Nähe zu anderen Menschen. Sie jedoch nicht…sie bleiben in ihrem Gefängnis und hoffen das niemand klingelt. Schönen Tag noch…!

Klingt fürchterlich oder was meint der Leser? So etwas kann es doch gar nicht geben, Schocktherapie und man solle sich nicht so anstellen. Tja falsch gedacht so etwas gibt es und manche armen Seelen tragen solche Defekte ein Leben lang mit sich herum. Der eine kommt nach langer Zeit damit klar und regelt sein Leben einigermaßen. Der andere wird zum Vollpfegefall, ihm steht eine lange Lebenszeit unter Angst bevor. Aber kommen wir noch zu 2 Hauptaspekten bevor ich dieses Gedankenspiel abschließe.

Der Deutsche Staat ist doch ein Sozialstaat, da muss es einem doch trotz allem recht gut gehen? Dem ist aber nicht so, Sozialphobiker fallen durch das Raster. Arbeiten können sie nicht daher gibt es kein Arbeitslosengeld 2. Grundsicherung auf.Grundsicherung auf Erwerbsminderung steht Ihnen in den meisten Fällen nicht zu, ihre Krankheit ist ja “vielleicht doch nicht chronisch”. Was sie ohne Geld in der Zwischenzeit tun ist den Ämtern jedoch egal. Angenommen ihre Krankheit brach schon in der Pubertät los dann fehlt auch die Schulbildung die jeder Arbeitgeber sehen möchte. Was also tun sie? Was spricht noch dagegen die ARGE zu bescheißen und aus der Not Arbeitslosengeld zu “erschnorren”. Sehen ja nicht krank aus also können sie auch die paar Stunden am Tag arbeiten…oder nicht?

Der andere unschöne Part ist das was andere essentiell brauchen. Kontakte zu anderen gemochten Menschen. Die wenigsten Bekannten werden Verständiss haben und wollen bespaßt werden. Nein wirklich, sobald die Freundschaft nicht ohne Probleme und Abstriche abläuft wird der Kreis überschaubar oder einfach nicht da sein. Auch der Phobiker hat gerne eine Beste Freundin und es dauert wirklich sehr lange bis man sich dieser zu 90% hingeben kann. An eine Beziehung und dessen Probleme könnte man sich auch noch gern auslassen, doch sprengt es sicher den Rahmen dieses Textes. Da der Kontakt mit Menschen all vorherrschend ist, wird Ihnen auch überall diese Angst begegnen. Angst vor Spinnen wird einem selten abhalten sich frei zu entfalten. Die Angst vor dem Mensch jedoch wird sie fertig machen!


Was also bleibt einem Menschen der nichts hat, und nichts bekommt? Er begibt sich in langjährige Therapie, muss sich sein leben lang seinen Ängsten stellen, erlebt immer die Hölle und hat nur einen kleinen Lichtblick auf Besserung. Eine komplette Heilung ist unüblich aber zählt zu den glücklichen Ausgängen. Der Unglückliche Ausgang wäre das sie sich mit Alkohol und Drogen in ihrer Einsamkeit zerstören. Betäubung lässt sie vermeiden, Vermeidung ist ihr größter Freund also warum nicht unter der Dauerbetäubung leben?

Falls sie einen Menschen mit sozialer Phobie, Depressionen und/oder Angststörungen begegnen, begegnen sie ihm mit Vorsicht, Respekt und vielleicht auch Fürsorge. Dieser Mensch trägt eine Behinderung die man nicht sehen kann. Eine Behinderung die bei vielen Menschen als nichtig gilt.
Seien sie bloß froh, dass Ihnen Gesundheit geschenkt wurde…

Die Hölle das sind die Anderen…

—–

Ich will damit nicht sagen, dass es in meinem Leben keine glücklichen Momente gibt. Ich brauche andere Menschen prinzipiell genauso wie jeder andere Mensch auch.

Belassen wir es dabei. Die nächsten Artikel werden wie gewohnt.

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Written by Erbse

13. Februar 2010 um 22:34

12 Antworten

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  1. Liebe pseudoerbse,

    ich oute mich nun mal als „Leser-Zuwachs“. Seit ein paar Wochen lese ich sehr rege deinen Blog und nun möchte ich mich mal für diesen (und auch den ein oder anderen zurückliegenden) Beitrag bedanken. Ich selber leide nicht unter sozialer Phobie, aber unter anderen Ängsten, die teils bei mir ähnliche Auswirkungen haben.
    Deine Beiträge sind für mich sehr wertvoll, weil sie mir einerseits das Gefühl geben nicht alleine mit manchen Gedanken zu sein, aber andererseits auch einen anderen Blick auf meine kleine Welt eröffnen, wofür ich sehr dankbar bin (manchmal bin ich eben doch sehr in meinen Gedanken gefangen).

    Ich wünsche dir alles Gute!
    justbreakable

    justbreakable

    13. Februar 2010 at 23:23

  2. Hallo Liebes <3 ! Eigentlich wollte ich ja gerade schlafen gehen, habe dann aber nochmals hier kurz vorbei geschaut und musste mir deinen neuen Test natürlich durchlesen, deine Fotos sind im übrigens total hübsch <3 … Ich glaube wirklich das du für viele hier ein großer Teil wirst und das sich viele in deinen Texten wiederfinden werden und es ihnen hilft zu sehen das sie nicht alleine sind! Ich bin stolz auf dich das du so mutig bist und so offen sprichst! Bin immer für dich da <3 Anika~

    Anika

    14. Februar 2010 at 01:05

  3. ich finde es toll, wie du darüber schreibst, liebe erbse. bestimmt ist das auch für dich selber eine große hilfe um besser damit umgehen zu können, oder? ich weiß, dass es in verhaltenstherapien oft darum geht, den patienten ihr „unlogisches“ verhalten deutlich zu machen, wodurch es dann verschwindet oder zumindest weniger wird…ich kann auch vieles von dem was du schreibst nachvollziehen, weil ich mich selbst oft so fühle,vermutlich ist es bei mir nicht so stark,aber ich habe schon das gefühl in etwa zu verstehen, was da in dir vorgeht.bei mir variiert dieses gefühl auch immer sehr,manchmal habe ich es gar nicht und dann wieder recht stark…nun ja danke für diesen tollen text.

    zombiekatze

    14. Februar 2010 at 22:16

  4. DANKE! ich hab dich über den magischen adventskalender gefunden und aboniert und trotzdem bis heute keins deiner videos geschaut (weiß nicht wieso). dann bin ich eben über dein video zum thema verantwortung auf youtube gestolpert und direkt auf deinen blog gegangen.
    ich habe auch sopho. ich weiß es so bewusst noch nicht lange und bin gerade dabei mich anderen menschen zu öffnen und es tut gut! jedem kann ich es leider noch nicht mitteilen. ich stehe auf einer warteliste für eine verhaltenstherapie. bin ängstlich gespannt.
    ich sitze grade hier und warte auf meinen freund. wir gehen gleich einkaufen und er ist mitlerweile eine stunde zu spät dran. ich werde immer nervöser und gerade jetzt tat es gut zu lesen, dass ich nicht alleine bin. ich kenne dich nicht, und dies ist das internet, aber ich bin sehr beeindruckt, dass du dich überwunden hast dich und dein inneres zu zeigen. vielen lieben dank.
    ganz herzliche grüße
    <3 anne

    Anne

    18. Februar 2010 at 13:59

  5. […] SoPho – Der Versuch einer Erklärung […]

  6. wundervoll beschrieben, wie ich mich fühle.

    Katze

    3. März 2011 at 20:57

  7. Liebe pseudoerbse,
    dein Text hat mich sehr bewegt.
    Ich leide zwar nicht an einer sozialen Phobie, allerdings an Ängsten und einer Depression und habe mich beim Lesen oft in deine Situation hineinversetzen können. Hut ab dafür, dass du dadrüber so offen schreiben kannst, finde ich wirklich toll.Es gehört viel Mut dazu..Ich denke du hilfst damit vielen Lesern udn vorallem dir selbst:-).
    WÜnsche dir alles Gute!
    Ich denke ich werde in Zunkunft eine treue Leserin deines Blogs sein;-)

    nelchen

    20. August 2011 at 22:30

  8. wow. ich bin zufällig über die „Top-Beiträge“ auf deinen Blog gestoßen und hab‘ dann mal so ein bisschen durchgestöbert..
    super, wie offen und ehrlich du schreibst. weiter so. (:

    Eva

    30. März 2012 at 15:44

  9. Du liebe Erbse…warum auch immer entdecke ich erst jetzt dieses Tagebuch von dir und bin völlig gefesselt…für mich bist du was besonderes seitdem ich dich das erste Mal im Internet sah und etwas besonderes bist du nun immer noch! Lass dich bloss nicht unterkriegen,atme ein und aus und setze einen Fuß vor den anderen…oder gerne auch seitwärts ;)
    So, jetzt muss ich noch ein Stündchen schlafen…habe wohl auch das ein oder andere Monsterchen unterm Bett, dass mich wach hält! Wenn du magst,fühle dich virtuell gedrückt und alles Liebe zur Hochzeit – ihr seid ein wundervolles Paar….
    Liebst,
    datt Zuckertier

    Sarah Zuckertier

    12. Oktober 2012 at 02:53

  10. Liebe Erbse!
    Ich bin durch meinen Sohn auf Ihre Seite gestoßen.
    Auch er ist krank. Nicht die Sozial-Phobie, sondern der Waschzwang schränkt sein Leben ein.
    Es ist sehr mutig von Ihnen und zeugt von Souveränität, dass Sie so offen über Ihr Problem sprechen.
    Sie helfen dadurch anderen, indem Sie ihnen eine Stimme geben und letztlich helfen Sie auch sich selbst.
    Das, was einem so bedrängt und dadurch viel inneren Druck erzeugt, auszusprechen, kann helfen, diesen Stau aufzulösen.
    Ihre Offenheit kann auch der Öffentlichkeit helfen, indem sie lernt, psychische Erkrankungen nicht zu tabuisieren, sondern anzunehmen als das, was sie sind: eine Krankheit.
    Der Körper kann krank werden, warum nicht auch die Psyche?
    Ich nenne es Seele.
    Wenn ich mir die Fortschritte in der Entwicklung meines Sohnes so anschaue und mit Freude feststelle, wie sich seine Zwangserkrankung bereits gebessert hat, heißt das, dass für Sie und alle anderen, die hier schreiben oder Ihren Blog nur lesen, Heilung oder auch nur Besserung möglich und sehr wahrscheinlich ist,
    Also nur Mut Ihnen und allen Betroffenen!
    Eines aber möchte ich Ihnen doch sagen, liebe „Erbse“ oder „Pseudoerbse“:
    Sie haben sich sicher bei der Wahl Ihres Nicknamens etwas gedacht.
    Sie als Erbse anzusprechen, fällt mir jedoch sehr schwer.
    Jeder Mensch hat einen Namen und verdient es auch, einen zu haben.
    Vielleicht sollte er witzig wirken, ich weiß es nicht!
    Ich möchte nicht anmaßend sein und Sie sollen sich nicht bevormundet fühlen, aber ich denke, auch Sie tragen einen (Nick-)Namen in sich, der Ihrem Wesen entsprechen könnte.
    Bitte nicht böse sein!
    Sie sehen, ich bin eine Mutter und Mütter sind nun mal so!
    Für Sie viel Gutes, auch für Ihren Partner!

    Clara

    6. Januar 2013 at 09:31

  11. Nachtrag zum Vorkommentar:
    Ich habe über den Begriff „Erbse“ nachgedacht und nun plagt mich etwas das schlechte Gewissen.
    Ich wollte Sie nicht kränken.
    Erbse kann so vieles bedeuten: Kichererbse, Knallerbse etwa, oder etwas, was man leicht zwischen den Fingern zerdrücken kann.
    Letzteres trifft hoffentlich nicht zu!
    Sie haben mit Recht Ihre eigene Vorstellung dazu.
    Falls ich Sie gekränkt haben sollte, Entschuldigung!
    Ich wünsche Ihnen ein gutes Jahr 2013.

    Clara

    6. Januar 2013 at 10:49

  12. Ich bewege mich gerade in einer Mischung aus Faszination und Geschocktheit. Zum einen: ich finde es absolut klasse, dass jemand so offen mit seinem offentlichem „Defizit“ (wenn man das so nennen kann, denn es schränkt ja ein) umgeht. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie furchtbar es sein muss wirklich ständig unter Angst zu leiden… garnicht auszudenken, obwohl ich mich selbst ja als „Schisser“ bezeichne (Angst vor Spinnen, Angst im Dunklen, Angst geliebte Menschen zu verlieren, Angst angegriffen zu werden und ja.. ich male mir ständig furchtbare Zenarien aus, was ja alles passieren könnte..) Ich denke, vielen fehlen die Infos hierzu… Den die meisten Betroffenen werden sich nicht dazu äußern. Auf mich hast du, Pseudoerbse, eigentlich immer bislang sehr selbstbewusst gewirkt (in deinen Videos), leider bin ich erst jetzt auf deinen Blog gestossen. Zumal sich mir jetzt auch einige der (damals) in meinen Augen abfälligen Kommentaren erklären, wenn Leute nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Zudem bin ich auch auf deine Ratti’s Seite gestossen und habe mich durch diverse „Tagbücher“ gewühlt (OMG SIND RATTENBABYS SÜSS!!!!). Meine Schwester (10) hat auch zwei Rattis, zwei Damen, die sich gelegentlich die Köpfe einkloppen, aber direkt danach auch wieder aneinandergekuschelt einschlafen (Hassliebe?)… Wobei die weitaus nicht so zam zu sein scheinen, wie es deine sind. Würde mich sehr interessieren, was du tust, dass die so zutraulich werden (rattiges „zwicken“ ist ja normal, habe ich gehört). Eine der beiden scheint eine Gleichgewichtsstörung zu haben :( wirkt immer bisschen desorientiert, kann Entfernungen schlecht einschätzen und wuselt rum. Ist auch seeeehr vorsichtig. Nehmen lassen sich beide nicht (aber sie benehmen sich wie Hunde – „Mädels, Feierabend“ und sie rennen in den Käfig zu ihrem Futternapf, denn nach jedem abentlichen Auslauf gibt es neben Trockenfutter auch frisches Gemüse, gelegentlich auch Rattenleckerlis). Die Zweite ist allesdings nicht so scheu… Da kann es schon mal sein, dass sie auf einmal auf deiner Schulter sitzt und deine Backe anstubst, denn neben Wäschekörben, Schultaschen und der Dusche (die auch gerne als Klo benutzt wird, aber im Käfig wollen sie leider keins… :( ) ist für sie auch alles interessant, dass sich bewegt. Wird mit vorsicht genossen, aber so richtig Finger.. Oder Pfötchen kann sie auch nicht von lassen…
    Jetzt wurde ein Aufsatz draus, wollte dir eigentlich nur dalassen, dass du das in meinen Augen ziemlich gut machst (auch dein veganes NomNom – ich danke für das Hefeschmelzrezept!) und ich hoffe, das kam auch positiv rüber – mich belustigen die kleinen Rattis immer wieder aufs Neue ;)

    Heikikip

    1. August 2013 at 19:14


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